☰ Menu
Anrufen
Vorsfelde 0 53 63 - 808 29 70
Wolfsburg 0 53 61 - 1 35 07 Notfallnummer 0 171 - 355 85 77

Öffnungszeiten

Montag - Freitag
09:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Im Trauerfall sind wir Tag und Nacht für Sie da

Erbrecht

Das Erbrecht, das dem Bürgerlichen Recht unterliegt, ist ein komplexes Thema. Wir möchten Ihnen hierzu im Nachfolgenden einen kurzen Überblick vermitteln.

Wenn kein rechtsgültiges Testament vorliegt, bestimmt die gesetzliche Erbfolge über die Verteilung des Vermögens des verstorbenen Menschen. Hat der/die Verstorbene eine letztwillige Verfügung (Testament/Erbvertrag) hinterlassen, so ist die gesetzliche Erbfolge nur hinsichtlich des Pflichtteils, der den Verwandten und Lebenspartnern prinzipiell zusteht, anzuwenden. Der Pflichtteil besteht in diesem Fall in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Mit der gesetzlichen Erbfolge werden die Erben aus dem Kreis der Verwandten des Erblassers bestimmt.
Verwandt mit dem Erblasser ist jede Person, die von ihm (Kinder, Enkel, Urenkel etc.) oder von derselben dritten Person abstammt (Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkel, Neffe etc.). Die Klassifizierung der Verwandten als Erben erfolgt in Erbenordnungen, gesetzlich unterteilt wie folgt:
  • Erben erster Ordnung: Kinder, Enkel, Urenkel etc.
  • Erben zweiter Ordnung: Vater, Mutter, Schwester, Bruder, Neffe, Nichte, Großneffe, Großnichte etc.
  • Erben dritter Ordnung: Großvater, Großmutter, Onkel, Tante, Cousin, Cousine etc.
  • Erben vierter Ordnung: Urgroßvater, Urgroßmutter, Großonkel, Großtante etc.

Was muss außerdem bedacht werden?

Nicht-eheliche sind ehelichen Kindern der ersten Ordnung gleichgestellt. Dies gilt auch für adoptierte Kinder.
(Ausnahme: Erbfälle vor dem 1. April 1998 sowie teilweise bei nichtehelichen Kindern, die vor dem 1. Juli 1949 geboren wurden, wenn der Verstorbene am 3. Oktober 1990 in den alten Bundesländern lebte). Adoptierte Kinder beerben die Adoptiveltern. Stiefkinder und Pflegekinder gehören nicht zu den gesetzlichen Erben.

Wenn ein Verwandter der vorhergehenden Ordnung vorhanden ist, schließt er alle Verwandten nachfolgender Ordnung aus.

Das Erbrecht eines gestorbenen Verwandten geht auf dessen Kinder über. Das Erbrecht des Ehegatten ist nur dann wirksam, wenn er mit dem Erblasser zum Zeitpunkt des Todes verheiratet war.

Wenn Erben erster Ordnung vorhanden sind, hat der überlebende Ehepartner Anspruch auf ein Viertel der Erbschaft sowie die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, das so genannte „Voraus“. Im Falle der Zugewinngemeinschaft wird der gesetzliche Erbteil des überlebenden Ehegatten um ein Viertel erhöht.

Erbberechtigte Abkommen des Erblassers, die nicht aus der durch Tod aufgelösten Ehe stammen, erhalten vom überlebenden Ehegatten Mittel zu einer angemessenen Ausbildung.
Im Falle der Gütertrennung erbt der überlebende Ehegatte bei einem oder zwei Kindern zu gleichen Teilen, bei drei oder mehr Kindern ein Viertel.

Der Staat erbt das Vermögen, wenn weder der Ehegatte noch weitere Verwandten des/der Verstorbenen leben. Sollten Erbberechtigte die Erbschaft ausschlagen, geht diese auch an den Staat.

Die hier aufgeführten Informationen sind rechtlich nicht verbindlich. Wir empfehlen Ihnen, im Zweifelsfell stets einen Notar oder Rechtsbeistand aufzusuchen.